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Inhaltsverzeichnis

 

  1. Was ist Saqqara? Ein Ort jenseits der Zeit
  2. Die Entdeckungen, die die Welt veränderten

  3. Neueste Funde: Was 2024 und 2025 enthüllt wurde

  4. Saqqara im Spiegel moderner Technologie

  5. Saqqara auf Netflix: Wenn die Antike zum Streaming-Hit wird

  6. Saqqara besuchen: Praktische Informationen für Reisende

  7. Fazit

  8. FAQs

 

 

Was ist Saqqara? Ein Ort jenseits der Zeit

 

Saqqara ist die größte und bedeutendste Nekropole des alten Ägyptens. Auf einem Plateau westlich des Nils, rund 30 Kilometer südlich von Kairo, erstreckt sich das Gelände über sieben Kilometer Länge – ein gigantisches Totenreich, das über 3.000 Jahre lang als Begräbnisstätte genutzt wurde. Hier ruhten Pharaonen, Priester, Beamte und Tiere gleichermaßen, eingebettet in Sandstein und Ewigkeit.

Das berühmteste Bauwerk der Stätte ist die Stufenpyramide des Djoser, die um 2650 v. Chr. errichtet wurde – sie gilt als die älteste monumentale Steinstruktur der Menschheitsgeschichte. Doch Saqqara ist weit mehr als nur diese eine Pyramide. Unterhalb der Oberfläche verbergen sich Dutzende weiterer Pyramiden, Hunderte von Mastabas (Flachgräber) und ein labyrinthisches Netzwerk aus Schächten und Grabkammern, von denen viele noch nicht geöffnet wurden.

Seit 2018 arbeitet ein ägyptisches Archäologenteam unter der Leitung von Dr. Zahi Hawass sowie weiteren Wissenschaftlern des ägyptischen Ministeriums für Tourismus und Altertümer systematisch an der Ausgrabung dieses Geländes. Die Ergebnisse übertreffen alle Erwartungen.

 

Wo liegt Saqqara?

Saqqara liegt etwa 30 Kilometer südlich von Kairo, nahe der antiken Stadt Memphis.

 

Die Entdeckungen, die die Welt veränderten

 

59 versiegelte Holzsarkophage: Ein Fund für die Geschichtsbücher

 

Im Oktober 2020 erschütterte eine Meldung die internationale Archäologenwelt: In einem Grabschacht in Saqqara wurden 59 vollständig versiegelte Holzsarkophage entdeckt – unberührt, in Originalfarben, mit klaren Hieroglypheninschriften. Die Stücke lagen 12 Meter unter der Erdoberfläche und gehörten Offizieren, Hohepriestern und Beamten der 26. Dynastie (Spätzeit, ca. 664–525 v. Chr.), einer Epoche, in der Ägypten eine seiner letzten Blütezeiten erlebte.

Besonders beeindruckend: Die Mumien waren nicht allein. In den Grabkammern fanden die Archäologen auch über 40 vergoldete Statuetten des Gottes Ptah-Sokar – einer der bedeutendsten Gottheiten der Totenreligion. Außerdem wurden 28 vergoldete Statuen der Göttin Isis entdeckt. Jedes einzelne Objekt hätte Schlagzeilen verdient, zusammen bildeten sie jedoch einen der größten Funde der jüngeren Ägyptologie.

 

Das Grab des Wahtye: Ein Fenster in das Alte Reich

 

Schon 2018 hatte Saqqara die Welt mit einem anderen Fund überrascht: dem Grab des königlichen Reinigers Wahtye, der zur Zeit von Pharao Neferefre lebte (5. Dynastie, ca. 2450 v. Chr.). Das Grab war vollständig erhalten und seine Wände mit meisterhaften Reliefs geschmückt – lebendige Szenen aus dem Alltag, der Jagd, Musik und religiösen Ritualen.

In einer der Grabkammern entdeckten die Archäologen außerdem mumifizierte Katzen, Fayence-Skarabäen sowie Skarabäen aus Stein – ein Hinweis darauf, wie zentral die Tierverehrung im Alltag der Alten Ägypter war. Dieses Grab war der Startschuss für die intensive Erforschungskampagne, die bis heute anhält.

 

Erfahren Sie mehr über Saqqara auf Wikipedia – die Nekropole der antiken Stadt Memphis mit der

Stufenpyramide des Djoser, der ältesten Pyramide Ägyptens und UNESCO-Weltkulturerbe.

 

Was ist die Stufenpyramide des Djoser?

Sie ist die älteste monumentale Steinpyramide der Welt, erbaut um 2650 v. Chr

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Neueste Funde: Was 2024 und 2025 enthüllt wurde

 

Die Ausgrabungen in Saqqara kommen nicht zur Ruhe. In den Jahren 2024 und 2025 hat das ägyptische Archäologenteam unter der Leitung des Generalsekretärs des Obersten Rates für Altertümer, Mustafa Waziri, weitere bahnbrechende Entdeckungen gemacht – und die internationale Gemeinschaft erneut in Staunen versetzt.

 

Goldene Mumienmasken und neue Schächte

 

Im Jahr 2024 wurden bei weiteren Ausgrabungen mehrere Grabschächte freigelegt, die noch nie zuvor betreten worden waren. Darin fanden sich prächtige Mumienmasken aus vergoldeter Kartonage, antike Papyri mit religiösen Texten sowie Amulette und Schmuck von bemerkenswerter handwerklicher Qualität. Besonders die Papyri sind von unschätzbarem Wert, da sie Passagen aus dem Ägyptischen Totenbuch enthalten – einem der bedeutendsten religiösen Texte der Antike.

Einige der Mumien trugen noch ihren originalen Leinenstoffverband und zeigten keinerlei Beschädigungen durch Grabräuber – ein außergewöhnlicher Umstand, der es den Wissenschaftlern ermöglicht, modernste Analysemethoden wie CT-Scanning und DNA-Analyse anzuwenden, ohne die Überreste zu beschädigen.

 

Ein Grab aus der Ramessidenzeit: Neue Dimensionen

 

Ein weiterer bedeutender Fund aus dem Jahr 2025: Archäologen stießen auf ein bislang unbekanntes Grab aus der Ramessidenzeit (19.–20. Dynastie, ca. 1295–1070 v. Chr.). Es enthielt reich bemalte Wände mit Darstellungen aus dem Buch der Pforte und dem Amduat – zwei wichtigen Jenseitsführern – sowie mehrere vollständige Holzsärge mit Mumien. Bemerkenswert war auch der Fund mehrerer beschrifteter Alabasterkanopen, die die inneren Organe der Verstorbenen enthielten.

Die Entdeckung eröffnet neue Fragen: Wer waren diese Menschen? Welche Rolle spielten sie in der ramesidischen Gesellschaft? Und wie viele solcher Gräber liegen noch unentdeckt unter dem Wüstensand? Für die Archäologen steht fest: Saqqara hat noch nicht sein letztes Wort gesprochen.

 

Welche bedeutenden Funde gibt es in Saqqara?

Versiegelte Sarkophage, Mumienmasken, antike Papyri und beschriftete Alabasterkanopen.

 

Saqqara im Spiegel moderner Technologie

 

Was die Erforschung von Saqqara besonders spannend macht, ist die Verbindung aus jahrtausendealter Geschichte und modernster Wissenschaft. Heutige Archäologen nutzen Methoden, die noch vor zwei Jahrzehnten undenkbar gewesen wären:

Bodenradarsysteme (Ground Penetrating Radar) ermöglichen es, verborgene Hohlräume und Grabschächte zu lokalisieren, ohne auch nur einen Spaten in den Boden zu setzen. Drohnen kartieren das gesamte Gelände aus der Luft und liefern hochauflösende 3D-Modelle. CT-Scanner analysieren den Inhalt von Sarkophagen, ohne sie öffnen zu müssen – ein revolutionärer Ansatz, der sowohl die Überreste schützt als auch wertvolle medizinische und genetische Daten liefert. DNA-Analysen geben Aufschluss über Verwandtschaftsbeziehungen, Ernährung, Krankheiten und sogar die Migrationsgeschichte der alten Ägypter.

Diese Kombination aus tradiertem archäologischem Handwerk und Hightech-Wissenschaft macht Saqqara zu einem der aufregendsten Forschungsstandorte der Gegenwart. Die Ergebnisse werden nicht nur in wissenschaftlichen Fachartikeln veröffentlicht, sondern erreichen die Öffentlichkeit auch durch Dokumentarfilme, die Social-Media-Kanäle des ägyptischen Altertümerministeriums und internationale Ausstellungen.

 

 

Saqqara auf Netflix: Wenn die Antike zum Streaming-Hit wird

 

Im Oktober 2020 veröffentlichte Netflix die Dokumentation Secrets of Saqqara – ein 113-minütiger Film, der ein ägyptisches Archäologenteam bei der Ausgrabung und Analyse eines bedeutenden Grabes begleitet. Der Dokumentarfilm wurde von Kritikern weltweit gelobt und brachte Millionen von Zuschauern die Faszination der ägyptischen Archäologie näher.

Besonders bemerkenswert ist, dass im Mittelpunkt des Films keine westlichen Entdecker oder internationalen Stararchäologen stehen, sondern ägyptische Wissenschaftler und Handwerker, die in ihrer eigenen Geschichte graben. Das verleiht dem Film eine authentische, persönliche Note und vermittelt ein tieferes Verständnis dafür, welche Bedeutung diese Funde für das ägyptische Volk haben.

Seit der Veröffentlichung des Films ist das globale Interesse an Saqqara massiv gestiegen. Die Zahl der Touristen hat zugenommen, internationale Medien berichten regelmäßig über neue Funde, und Saqqara hat sich als fester Begriff in der globalen Kulturlandschaft etabliert.

 

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Welche Technologie wird bei den Ausgrabungen genutzt?

Bodenradar, Drohnen, CT-Scanner und DNA-Analysen helfen, Gräber zu erforschen, ohne sie zu beschädigen.

 

Saqqara besuchen: Praktische Informationen für Reisende

 

Wer Saqqara selbst erleben möchte, hat großes Glück: Die Stätte ist gut erreichbar und bietet neben dem archäologischen Gelände auch das Ägyptische Museum in Kairo, in dem viele der hier gefundenen Schätze ausgestellt sind. Mit einem lokalen Reisebüro oder einem sachkundigen Guide lässt sich Saqqara noch intensiver entdecken.

 

  • Anreise und Lage

Saqqara liegt etwa 30 Kilometer südlich von Kairo, in der Nähe der antiken Stadt Memphis – der einstigen Hauptstadt des Alten Reiches. Vom Stadtzentrum Kairos aus ist die Stätte per Taxi, Mietwagen oder organisierter Tour in 45 bis 60 Minuten erreichbar. Viele Reisende kombinieren einen Besuch in Saqqara mit einem Ausflug nach Gizeh und der Besichtigung der Großen Sphinx.

 

  • Beste Reisezeit

Die angenehmste Zeit für einen Besuch ist von Oktober bis April. In diesen Monaten sind die Temperaturen erträglich und das Licht ideal für Fotos. Im ägyptischen Sommer (Juni–August) können die Temperaturen auf über 40 Grad Celsius steigen – ein Besuch ist zwar möglich, aber anstrengend.

 

 

  • Sehenswürdigkeiten vor Ort

Auf dem Gelände von Saqqara befinden sich zahlreiche Highlights: die Stufenpyramide des Djoser, das Serapeum (die Begräbnisstätte der heiligen Apisstiere), das Grab des Mereruka, das Grab des Ti sowie das Grab des Ptahhotep. Planen Sie mindestens einen halben Tag für einen Besuch ein – wer die Stätte wirklich kennenlernen möchte, sollte einen ganzen Tag einplanen.

 

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch in Saqqara?

Von Oktober bis April, wenn die Temperaturen angenehm sind und das Licht optimal für Fotos ist.

Was macht Saqqara einzigartig im Vergleich zu Gizeh?

Saqqara bietet eine unerschöpfliche Vielfalt an Pyramiden, Mastabas und unentdeckten Grabkammern abseits der bekannten Gizeh-Pyramiden.

 

Fazit: 

 

Saqqara ist kein Ort, den man einmal besucht und dann abhakt. Es ist ein Ort, der einen nie ganz loslässt. Jede neue Entdeckung – jeder versiegelte Sarkophag, jede bemalte Grabkammer, jeder beschriftete Papyrus – öffnet ein Fenster in eine Welt, die dreitausend Jahre entfernt liegt und doch erstaunlich nah wirkt.

Was Saqqara von anderen archäologischen Stätten unterscheidet, ist seine schier unerschöpfliche Tiefe. Während viele antike Stätten inzwischen vollständig erforscht sind, scheint Saqqara mit jeder neuen Ausgrabungssaison größer zu werden. Das Ministerium für Tourismus und Altertümer schätzt, dass bisher weniger als ein Drittel der gesamten Stätte untersucht wurde – was bedeutet, dass noch Hunderte, vielleicht Tausende von Gräbern auf ihre Entdeckung warten.

Für Ägypten ist Saqqara mehr als ein archäologischer Schatz. Es ist ein Symbol für die Tiefe und Kontinuität einer Zivilisation, die die Menschheitsgeschichte wie keine andere geprägt hat. Und für Reisende aus aller Welt ist Saqqara eine Einladung: Kommen Sie, entdecken Sie – zumindest mit den Augen – und lassen Sie sich von einer Welt begeistern, die seit Jahrtausenden unter dem goldenen Sand der ägyptischen Wüste auf Sie gewartet hat.

 

 

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FAQs

 

Q1: Was macht Saqqara so besonders unter den ägyptischen Nekropolen?


Saqqara ist die älteste und größte Nekropole Ägyptens mit über 3.000 Jahren Geschichte, darunter die Stufenpyramide des Djoser und zahlreiche unentdeckte Gräber.

 

Q2: Welche Funde wurden in den letzten Jahren in Saqqara gemacht?


Archäologen entdeckten versiegelte Sarkophage, Mumienmasken, beschriftete Papyri und neue Grabkammern aus verschiedenen Dynastien.

 

Q3: Wer leitete die jüngsten Ausgrabungen in Saqqara?


Die Ausgrabungen werden von ägyptischen Archäologen unter Leitung von Dr. Zahi Hawass und Mustafa Waziri durchgeführt, unterstützt vom Ministerium für Tourismus und Altertümer.

 

Q4: Wie kann man Saqqara am besten besuchen?


Saqqara liegt 30 km südlich von Kairo und ist per Taxi, Mietwagen oder geführter Tour erreichbar; ein halber bis ganzer Tag reicht für die wichtigsten Highlights.

 

Q5: Welche Highlights sollte man in Saqqara sehen?


Zu den Sehenswürdigkeiten zählen die Stufenpyramide des Djoser, das Serapeum, das Grab des Wahtye und weitere Mastabas mit einzigartigen Reliefs.

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