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Die guten Dinge der Krise in Italien

Die guten Dinge der Krise in Italien

 

Man hört ständig neue Schreckensmeldungen aus Italien, auch wenn es langsam weniger wird und die Bevölkerung wieder mehr Freiheiten genießen kann. Dabei gibt es aber nicht nur schlimme Dinge, welche passiert sind, sondern auch gute.

Inhaltsangabe

  • Weshalb spricht man überhaupt von einer Krise?
  • Das menschliche Miteinander
  • Die Umwelt bekommt eine Erholung

Weshalb spricht man überhaupt von einer Krise?

In den letzten Jahren hatte Italien einige Probleme, vor allem im Bereich der Wirtschaft. Dabei sind die Schulden vor allem Altschulden aus den 80zigern ein Problem. Den die Wirtschaft leidet seitdem darunter, auch wenn ein wenig Besserung in Sicht war, in den frühen 2000ern, gab es mit der Finanzkrise 2007 einen weiteren Grund zur Besorgnis. Seitdem hat Italien eine angeschlagene Wirtschaft. Durch den Virus musste Italien seine Wirtschaft teilweise komplett herunterfahren, weshalb sie noch mehr unter den Altschulden leiden. Durch den Virus bricht Ihnen außerdem ein Teil der Einnahmen, durch Tourismus, weg. Insgesamt ist es für sie somit schwer durch die alten Schulden und die Einschränkung der Wirtschaft.

Das menschliche Miteinander

Die Krise bringt viel Probleme, ein nicht zu unterschätzendes ist der soziale Faktor des Menschen. Die meisten Menschen brauchen einen gewissen sozialen Kontakt, auch wenn es Menschen gibt, welche nicht so wirken. Durch den kompletten Lockdown im Norden Italiens sind alle gezwungen zu Hause zu sein. Viele Menschen leben aber allein. Dadurch haben sie sehr wenig Kontakt mit anderen Menschen, was zu großen Problemen führen kann, wie Entfremdung und Depressionen. Mittlerweile gehen durchs Internet eine Menge an herzerwärmenden Videos, welche oft ältere Menschen zeigen, wie Ihnen eine Freude bereitet wird. Dabei geht es nicht mal um den materiellen Wert der Taten, sondern um die Taten an sich. Ob ein kleines Stück Torte zum Geburtstag mit einem Ständchen oder das Gespräch über den Balkon, alles sind Taten, welche Menschen zusammenbringen. Solch eine Ausnahmesituation, wie derzeitig hat wahrscheinlich keiner, von uns, zuvor erlebt. Das einzig vergleichbare in der mehr oder weniger jüngeren Vergangenheit ist die spanische Grippe.

Durch diese gegenseitigen Taten wird aber nicht nur der Lockdown Alltag erleichtert, es werden auch Freundschaften geknüpft oder intensiviert. Dabei spielen hier nicht die Interessen eine primäre Rolle, sondern der Wohnort, da es nur möglich ist, wenn man ein nahe gelegenes Fenster oder einen nahe gelegenen Balkon hat, da man trotzdem den sicheren Abstand suchen sollte. 

Nicht nur innerhalb eines Hauses kann es ein solches Verhalten geben, auch ein Häuserkomplex oder eine Straße kann so etwas leisten, wie Videos zeigen, wobei Menschen auf dem Balkon gemeinsam musizieren.

Die Umwelt bekommt eine Erholung

Nicht nur für die zwischen menschliche Interaktion ist diese Situation eine Probe, sondern auch für die Umweltverschmutzung. Dies klingt zunächst komisch, jedoch wird durch diesen kompletten Lockdown eine Menge an schädlichen Abgasen und weiteren Schadstoffen eingespart. Unsere Umwelt leidet sehr unter unserem Handeln und es ist den meisten bewusst, dass dafür eine Lösung gefunden werden muss. Es sterben mehr Arten pro Tag aus als je zuvor und unsere Erde erhitzt sich gefährlich stark, was auf eine erneute Eiszeit hinausführen kann. Aber genug mit dieser Zukunftsangst, denn keiner weiß, was wirklich geschehen wird und den meisten ist es egal, da sie dann nicht mehr leben werden. Aber gerade sieht man besonders gut, dass der Erde ihr natürlicher Verlauf genommen wurde.

In Großstädten lassen sich wieder Tiere sehen. Jetzt denkt man schön Tiere, aber das ist eine Seltenheit, denn für sie ist die Lautstärke und der Nahrungsmangel in unseren Städten gefährlich, weshalb sie in ihre kleinen letzten Möglichkeiten verdrängt worden sind. Mittlerweile sind die Tiere teilweise zurück in der Stadt. Füchse überqueren in Großstädten Straßen.  Füchse und andere Raubtiere wurden vor vielen Jahrhunderten aus unseren Städten vertrieben. Seitdem sind sie auf der Suche nach einem neuen angemessenen zu Hause, welches sie ohne Stärkung bewohnen können. Doch diese Gebiete rücken immer näher an bestehende Stadtgrenzen. Durch die Krise gibt es ein geringes Verkehrs- und Menschenaufkommen, weshalb sie wieder in die Städte zurückkehren, um dort auf die Suche nach Nahrung und Schutz zu gehen. Dadurch merkt man, wie viel der Mensch den Tieren genommen hat. Es sind nicht nur Räume und Nahrung, sondern auch ihr Schutz und das Überleben der Arten. Durch diese Bilder, welche teils nicht real wirken, wird deutlich, dass wir es als natürlich ansehen, dass wir uns den Lebensraum maussuchen dürfen und, dass wir die beste Art sind.

In Venedig ist zum ersten Mal, seit einigen Jahrzehnten, der Grund der Kanäle sichtbar. Das klingt zunächst als wäre es verursacht durch die Aufwirbelung von Erde und anderen Materialien, aber dem ist nicht so es ist durch die Verschmutzung der Boote, welche täglich dort fahren und Menschen transportieren. Durch den Lockdown ist der Grund wieder sichtbar und das Wasser geht von seiner gewohnt bräunlichen Farbe wieder in die Richtung von blauem und normalem Wasser. Auch sind durch die Verschmutzung Tiere vertrieben wurden, diese kommen nun wieder zurück. Vor allem Schwäne und Delfine zählen zu diesen Tieren. Dabei kann man sich schwer vorstellen, dass es in Venedig Delfine geben kann. Es würde der Stadt nochmal einen großen Schub in Sachen Tourismus geben, jedoch ist es für die Tiere dort schwer, wenn es diese hohe Verschmutzung gibt.

Fazit: Was zeigt die Krise auf?

In menschlichen Aspekten zeigt sie vor allem, dass wir Menschen einander brauchen und zusammenhalten müssen. Egal was ist und passiert. Diese kalte, selbstbedachte Gesellschaft braucht einen Wandel und sollte wieder erwärmt werden, denn durch die Krise ist eindeutig, dass es uns nichts bringt, wenn man andere ausschließt oder Vorurteile hat. Außerdem sollte es eine Zusammenarbeit sein und nicht immer ein Wettkampf oder ein Arbeiten gegeneinander.

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